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In diesem Winter habe ich 50% meines Bienenbestandes verloren. Der Landesdurchschnitt liegt in etwa gleich. Ich will aber sagen, dass ich 3 Ableger wahrscheinlich deshalb verloren habe, weil ich sie zu schwach eingewintert habe. Das Wirtschaftsvolk ist nach Meinung meines Imkerpaten an der Varroatose, nach Reinvasion, eingegangen. Ich habe diese Verluste leider unter Anfängerfehler verbucht.
Im Frühjahr dieses Jahres übernahm ich 1 Volk und 2 Ableger von einem Imker, der leider verstarb. Damit bekam ich auch meine ersten Segeberger Beuten in DN - Maß.
Zur
Schwarmverhinderung
wurden die sehr starken Völker geschröpft (Brutwabenentnahme). Ich fing auch an, Drohnenwaben zu Schneiden.
Mit diesem Bienenbestand war ich nun in einer guten Ausgangslage, um zum ersten mal eine
Zucht von Königinnen zu starten. Den Kurs zur Königinnenzucht besuchte ich am 24.05.2003 wieder im
Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech
. Referenten war Jürgen Ballof, Kreiszuchtobmann (Theorie) und Bertrand Degel (Praxis)
Mit 2 Brutwaben und ansitzenden Bienen beweiselte ich meinen selbstgebauten Schaukasten. Nachdem die Königin geschlüpft und begattet wurde, war es in diesem Sommer ein Blickfang für Jung und Alt.
Für meinen ersten Versuch einer Zucht nahm ich ein 2 Zargen Volk als Pflegevolk, dass umgeweiselt werden sollte. (stechfreudig) Es wurden von meinem bestem Volk 16 eintägige Larven umgelarvt. 24 Stunden später, bei der Kontrolle, waren alle 16 Zellen angeblasen (angenommen). Als am 5 Tag die gedeckelten Zellen gekäfigt werden sollten, musste ich leider feststellen, dass eine fremde Königin zugeflogen war. Es waren alle Zellen ausgeräumt worden.
Also wurde der zweite Versuch gestartet. Absperrgitter vor das Flugloch, 16 Zellen umgelarvt, 13 Zellen angenommen, 11 gedeckelt und gekäfigt, alle geschlüpft.
Bei der Entnahme der Königinnen entdeckte ich eine verklebte Königin. Also im nächsten Jahr weniger Futter in den Schlüpfkäfig (Honig/Futterteiggemisch)
Jetzt wurde das Pflegevolk in Begattungsvölker aufgeteilt. Um verschiedene Methoden zu erproben, wurden 3 Segeberger Begattungskästen gefüllt, ein Segeberger Ablegerboden mit 3 Fluglöchern (je 3 Waben: Futter/Pollenwabe, Wasserwabe, Leerwabe), und 4 Beuten mit je 1Futter/Pollenwabe, Wasserwabe, Leerwabe und je 7 Mittelwänden.
Bei den Begattungskästen beging ich den Fehler, sie am gleichen Tag direkt nach der Füllung/Aufstellung an einem Außenstand zu öffnen. Zwei Begattungsvölkchen zogen aus und waren verloren.
Da ich das große Glück habe, an einer stillgelegten Kiesgrube zu wohnen, die von sachkundiger Hand begrünt wurde, ist es der ideale Platz für eine Jungvolkstation. Hier blühen Hasel, Weide, Erle, Birke, Robinie, Schlehen, Schwarzbeeren, Himbeeren usw.
In die selbstgebaute Klotzbeute werden 10 Rähmchen Deutsch-Normal-Maß, hochkant, eingesetzt.
Ich musste erkennen, dass sie zur Varroabehandlung der Bienen nicht geeignet ist. Auch die Einfütterung ist nur nur mit größerem Aufwand möglich
Auch jetzt im Herbst ist das Pollenangebot mehr als reichlich. Also die besten Voraussetzungen für einen guten Start in das Bienenjahr 2004. Die Varroabehandlung nahm ich mit dem Schwammtuch und 60% Ameisensäure 4 x im Abstand von 6 Tagen vor. Im Winter ist noch 1 Behandlung im brutfreien Zustand geplant.
Am 30.August 2003 besuchte ich den Kurs "Bienenkrankheiten" im
Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech
. Referent war Frank Klein, Obmann für Bienengesundheit.
Nach erfolgreicher Herbstbehandlung mit Ameisensäure wurden die Völker eingewintert. Der natürliche Varroa- Abfall betrug im Dezember 0,2 bis 0,6 Varroen pro Tag, 1 Volk war mit 1 Varroa pro Tag am höchsten. (Gezählt im Zeitraum von 5 Tagen)
Jetzt, Mitte August, werden die Ableger auf 1-2 Zargen eingewintert.
Also wurde nur ein Volk mit Milchsäure behandelt. Ich sehe es als unnötig an, bei einem natürlichen Abfall unter 1Varroa/Tag eine Winterbehandlung durch zu führen. Ich glaube an die Erkenntnis von Dr. Otten, Mayen, dass nach erfolgter Herbstbehandlung zu den Varroen noch andere Faktoren (z.b. Stress, Störungen) dazu kommen müssen, damit ein Volk zusammenbricht. Jede Behandlung ist eine Stresssituation für den Bien.
weiter 2004
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