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Die technischen Voraussetzungen werden derzeit geschaffen. Dabei wird ein Programm für die Datenerfassung über das Internet und Berechnungsroutinen zur Analyse der Beobachtungswerte entwickelt. Gleichzeitig werden Imker aus ganz Deutschland gesucht, die bereit sind den natürlichen Totenfall an einem oder mehreren ihrer Völker wöchentlich zu erfassen und die Daten per Internet (oder Fax) zu übermitteln. Auf der Basis der eingehenden Rohdaten wird dann die Geschwindigkeit der Milbenvermehrung berechnet und zusammengefasst veröffentlicht. Die Anonymi- tät der einzelnen Beobachtungsstellen bleibt damit gewahrt. Anhand der Standortdaten können bei ausreichender Datenmenge differenzierte Angaben über den Verlauf in einzelnen Regionen oder Höhenlagen gemacht werden. Auch der Einfluss des Drohnenbrutschneidens wird dabei berücksichtigt.
Je Volk werden zu Beginn der Bienensaison einmalig Angaben zum Standort (Gemeindeschlüssel), zur Höhenlage und zum Drohnenbrutschneiden erfasst. Wöchentlich wird dann die Zahl der natürlich abgestorbenen Milben ergänzt. Der Zeitaufwand je Volk wird auf maximal zwei Minuten zuzüglich der Datenübermittlung geschätzt.
Dieses Modell kann die Verantwortung des einzelnen Imkers allerdings nicht ersetzen. Auf nicht absehbare Zeit wird unabhängig vom jeweiligen Befallsverlauf weiterhin eine konsequente Bekämpfung der Varroamilbe erforderlich sein. Das beschriebene Prognosemodell stellt kein Frühwarnsystem dar.
Auskunft erteilt:
Dr. Christoph Otten
DLR Fachzentrum Bienen und Imkerei Im Bannen 38-54 56727 Mayen
Christoph.Otten@dlr.rlp.d
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